Projekt Entgeltrahmentarifvertrag

Wir wollen gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit!

Am Rande der Tarifverhandlungen zum Entgelt (Herbst 2017) hatten wir mit der Arbeitgeberseite vereinbart, die Zeit bis zur nächsten Entgelttarifverhandlung (Herbst 2019) für eine Überarbeitung der Entgeltstruktur zu nutzen. Denn beispielsweise unterscheidet die aktuelle Struktur in fünf verschiedene Lohn- und Gehaltssäulen, was weder sinnvoll noch zeitgemäß ist. Gemeinsames Ziel ist daher der Abschluss eines separaten Entgeltrahmentarifvertrags.

Für uns ist hierbei wichtig, dass ein zukünftiger Entgeltrahmentarifvertrag transparent und nachvollziehbar ist und natürlich den aktuellen rechtliche Anforderungen entspricht, nämlich gleiche und gleichwertige Tätigkeiten gleich zu entlohnen

Zwar gibt die Arbeitgeberseite vor, den Grundsatz "Gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit" ebenfalls verwirklichen zu wollen. Doch den hierfür nötigen Fragen, wie Tätigkeiten bewertet und miteinander vergleichbar gemacht werden, verschließt sie sich bislang leider. Der Anwendung eines auf Kriterien basierenden Bewertungssystems erteilte sie im ersten Verhandlungstermin im Februar eine Absage. Man wolle sich stattdessen - wie in der Vergangenheit auch - auf das Bauchgefühl verlassen.

Wie Bauchgefühl mit Transparenz und Entgeltgleichheit zusammenpassen soll, ist uns weiterhin ein Rätsel.


Tarifabschluss erzielt!

Im zweiten Verhandlungstermin am 14. November 2017 ist uns der Abschluss eines neuen Entgelttarifvertrags für die Beschäftigten bei der Barilla Deutschland GmbH in Celle gelungen.

Neben zwei Entgelterhöhungen umfasst die Tarifeinigung außerdem die Zahlung von Erholungsbeihilfen und eine Erhöhung der Altersvorsorgebeträge.

Diesen Tarifabschluss verdanken wir unseren NGG-Mitgliedern und ihrer Bereitschaft zu einem Warnstreik, der in dieser Tarifrunde gar nicht notwendig wurde.